Interview mit Andrea Schacht

zu ihrem Roman Triumph des Himmels

Wussten Sie, dass Andrea Schacht sich von der Natur zu neuen Büchern inspirieren lässt?

Triumph des Himmels

Eine kurze Biografie von Andrea Schacht:

Abitur, Studium Ingenieurwissenschaft/Betriebswirtschaft, Tätigkeit im industriellen Großanlagenbau, Controlling. Ab 1993 selbstständig als Unternehmensberaterin, ab 1996 freiberufliche Autorin. Wohnort in Wachtberg bei Godesberg mit Mann und zwei Katzen.

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Mein Beruf ist mein Hobby, ich habe mein Glück im Schreiben gefunden. Wenn ich Bewegung brauche, wandere ich durch den Wald vor meiner Haustür oder tanze mit meinem Mann Standard und Latein.

Wie kamen Sie zum Schreiben?

Bevor ich anfange zu schreiben, habe ich mir die gesamte Geschichte bereits in Gedanken und in Träumen schon erzählt. Ich führe gerne die notwendigen Recherchen durch und strukturiere den Plot gründlich. Auch meine Figuren lerne ich im Vorfeld bereits gut kennen. Doch wenn ich beginne, das Werk auszuformulieren, passiert es mir immer häufiger, dass sich ein ungeplanter Charakter einschleicht und auf seine Weise zu leben beginnt. Das sind für mich immer die wunderbarsten Momente.

Wie finden Sie Ihre Themen?

Ich pflücke meine Ideen von den Ästen der Bäume im Wald. Es gibt soooo viele …

Haben Sie eine Lieblingsfigur?

Im Triumph des Himmels ist es Fritz. Der junge Mann war eigentlich nur für eine kleine, kommentierende Nebenrolle geplant, aber als er das erste Mal seinen Mund aufmachte, war ich verloren. Fritz berlinert – irgendwo im Dunkel meines Unbewussten lebt meine Großmutter weiter, die diesen rauen Dialekt beherrschte. Ohne dass ich es wollte, schlich sich Fritz, zunächst als Unglücksrabe, in die Geschichte, um sich von Zeile zu Zeile ans Licht zu arbeiten. Fritz, ein ungebrochener Optimist, verriet mir, dass es sein größter Traum sei, einmal im Auto über die Avus zu donnern. Wer bin ich, dass ich ihm diesen Wunsch verweigern konnte? Und so wird aus dem Unglücksraben ein junger Held auf dem Weg ins Glück – raubeinig, großschnäuzig, herzensgut und voller Lebensfreude.

Was lesen Sie selber gerne?

Fast alles, das nicht langweilig ist

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Dorothy Sayers, Herman Wouk

Wer ist Ihr liebster Romanheld?

Schnuppel

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?

Den BUND, ich bin – wie nicht anders zu erwarten – eine Waldkatzen-Patin

Januar 2014

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