Die Ungehorsame

Ein großer historischer Roman aus der Zeit des Freiherrn Knigge

Bonn, 1842. Als die unscheinbare Leonie Gutermann und Landvermesser Hendryk Mansel sich das Jawort geben, bebt die Erde. Niemand mag an ein Omen glauben, doch in der Zweckehe kündigen sich schon bald Turbulenzen an. Beide hüten Geheimnisse voreinander, doch die Fassade bekommt erste Risse. Als auf Hendryk ein Anschlag verübt und auch Leonie bedroht wird, müssen sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und ihren Herzen …

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„Ein faszinierendes Sittengemälde.“ Bild Köln

"Die Ungehorsame ist eine Geschichte mit großem Unterhaltungswert. Kurzweilige und packende Unterhaltung, authentisch und sympathisch." www.histo-couch.de

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  • Die Ungehorsame

    Von: Klusi liest Datum: 25. Januar 2018

    Eine Vernunftheirat schließen der Landvermesser Hendryk Mansel und Leonie Gutermann. Beide Eheleute hatten eine schlimme Vergangenheit und sind anfangs zufrieden mit ihrem Arrangement, lediglich eine Zweckehe zu führen. Erst ganz allmählich fassen sie gegenseitig Vertrauen. Aus der empfundenen Achtung wird mit der Zeit Zuneigung und Verständnis. Mit viel Feingefühl geht die Autorin hier auch heikle Themen an, die durch dramatische frühere Erlebnisse der Protagonisten wieder zur Sprache kommen. Nach und nach erfährt man mehr über die tragischen Ereignisse, denen Hendryk ausgesetzt war. Es gibt zwischendurch immer wieder Rückblicke zu seiner Zeit in Ägypten. Schritt für Schritt löst sich ein Rätsel nach dem anderen, und viele kleine Handlungsbausteine fügen sich am Ende zu einem klaren Gesamtbild. Dabei versteht es die Autorin sehr gut, die Spannung immer weiter aufzubauen und zu halten.
    Nebenbei entsteht ein ausführliches Sittengemälde der Biedermeierzeit, in der die Handlung spielt. Das anfangs kühle Verhältnis der Protagonisten weicht immer mehr einer Atmosphäre von Geborgenheit und Harmonie.
    Sympathisch abgerundet wird die Geschichte durch mehrere liebenswerte Nebenfiguren, wie die Zwillinge, die schöne Camilla, Hendryks besten Freund Ernst und die etwas kauzige und immer beherzte Lady Frances. Meist ist die Erzählung in einem angenehmen Plauderton gehalten, manchmal verschmitzt und humorvoll.
    Gut gefallen hat mir auch die schöne Ausstattung des Buches. Die Kapitel sind nicht nur einfach numeriert, sondern jedes hat eine treffende Überschrift und wird zusätzlich durch ein passendes Zitat eingeleitet, abwechselnd aus den Werken des Freiherrn von Knigge und Friedrich Schiller.
    Angenehm und hilfreich fand ich das ausführliche Personenverzeichnis im Anhang.

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