MacTiger - Ein Highlander auf Samtpfoten

Der schottische Schlosskater MacTiger beschert dem Leser eine Achterbahn der Gefühle: vom wohligen Schauer bis hin zum glücklichen Lächeln …

Schottland, 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Auch Schlosskater MacTiger wird, ehe er sichs versieht, hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist um. Jahrhunderte später – Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Highland-Hotel unzählige Gäste an – spürt die junge Margita seine Anwesenheit. Die beiden verbindet etwas, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …

Atmosphärisch, spannend, augenzwinkernd!

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  • Schottland, Spuk und Spannung

    Von: buch-leben Datum: 02. Juli 2017

    In diesem Buch vereint Andrea Schacht gleich mehrere Genre: Zum einen haben wir einen kleinen historischen Anteil, in dem der Leser in die Geschichte Schottlands abtaucht. Außerdem ist ein kleines bisschen Fantasy enthalten, denn wir haben einen Geisterkater und auch die ein oder andere weitere Geistererscheinung. Nicht fehlen darf natürlich auch ein bisschen Liebe und ganz viel Spannung.
    Klingt viel? Dachte ich im ersten Moment auch, aber meiner Meinung nach hat die Autorin hier wirklich eine tolle Mischung kreiert. Denn obwohl ich nicht der Fantasy-Fan bin, haben mich gerade die mystischen Aspekte richtig gefesselt. Auch die Geschichte rund Drumnadruid Castle war spannend und man hat sofort Lust bekommen, auch mal in den Highlands Urlaub zu machen.
    Sehr gut gefallen hat mir das Schreibstil. Dieser ist sehr flüssig und schön zu lesen. Es gibt grundsätzlich zwei Perspektiven: Die der Protagonistin Margita und die des Geisterkaters. Anfangs war das etwas verwirrend, denn beide sind in der Ich-Form geschrieben. Aber beim Lesen merkt man das recht schnell, weil die Autorin hier den Sprachstil ändert. MacTiger redet nämlich etwas "historischer". Außerdem gibt es immer wieder historische Rückblicke, aber auch einen Zeitsprung von der Gegenwart aus. Das war sehr abwechslungsreich. Die Kapitel sind kurz und verleiten zum Weiterlesen.
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich finde es sogar schade, dass es keine Fortsetzung gibt, sondern die anderen Katzenromane der Autorin andere tierische Protagonisten haben. So schließt das Buch aber sehr gut ab und lässt keine Fragen offen. Ich empfehle es weiter: Von mir gibt es 4 Sterne!

  • Interessant, und mal was anderes! :) 4,5★

    Von: Andraja Datum: 31. Januar 2017

    Erscheinungsdatum: 10.03.2008
    Autor: Andrea Schacht
    Seitenzahl: 349 Seiten
    ISBN: 978-3-442-36810-5
    Erhältlich: hier
    Klappentext: Der schottische Schlosskater MacTiger beschert dem Leser eine Achterbahn der Gefühle: vom wohligen Schauer bis hin zum glücklichen Lächeln …
    Schottland, 1744: Eine Clan-Fehde nimmt auf Drumnadruid Castle ein blutiges Ende. Auch Schlosskater MacTiger wird, ehe er sichs versieht, hinterrücks gemeuchelt. Seither geht sein Geist um. Jahrhunderte später – Drumnadruid Castle zieht als idyllisches Highland-Hotel unzählige Gäste an – spürt die junge Margita seine Anwesenheit. Die beiden verbindet etwas, das weit in die Vergangenheit zurückreicht …
    Atmosphärisch, spannend, augenzwinkernd! (Cover, Klappentext by Blanvalet)
    Rezension:
    Margita ist mit ihrer Tante auf Bildungsreise in Schottland unterwegs. Als die recht rustikale Reisegruppe auf Drumnadruid Castle haltmacht, will sie aufgrund ihrer Mitgäste am liebsten gleich weiter reisen. Doch ihrer Tante fühlt sich nach einer guten Portion Haggis nicht sonderlich wohl, und so bleibt Margita nichts anderes übrig, als mit ihrer Tante auf Drumnadruid Castle zu verweilen. Während ihres Aufenthaltes macht sich Margitas Gabe, die sie seit ihrer Geburt besitzt, verstärkt bemerkbar. Ein Zeichen für sie die Vergangenheit des Schlosses zu durchleuchten.
    Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und wird hauptsächlich in Form von Erinnerungen erzählt. Über das Buch verteilt gibt es somit immer wieder kurze Sprünge ins Hier und Jetzt. Dadurch gelingt es der Autorin neue Handlungsfäden zu eröffnen und Fragen aufzuwerfen. Leider passiert es im Zuge dessen aber auch, dass viele Situationen und Handlungen "Teil-gespoilert" werden und somit vorhersehbar sind. Im kompletten Gegenteil dazu lässt Andrea Schacht andere Handlungsstränge lange Zeit im Verborgenen, die dann urplötzlich zu Plotwendungen führen.
    Die Geschichte wird fast vollständig aus der Sicht von Margita und MacTiger erzählt.
    Margita ist nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Tante aufgewachsen. Als komplettes Gegenteil ihrer Tante hatte sie es damit in ihrer Kindheit nicht immer leicht. Zu Beginn der Reise haben Margita und ihre Tante noch ein sehr angespanntes Verhältnis. Viele Konversationen zwischen den beiden ähneln mehr der zwischen einem Bediensteten und seinem Herren. Doch im Verlauf sind unsere Protagonistin wagemutiger und beginnt gegenüber ihrer Tante zu "rebellieren". Dadurch entwickeln sich beide zu offeneren und zum Teil auch emotionaleren Menschen.
    MacTiger: Schlosskater, Geist und Edgar Allan Poe Fan, wandelt nun seit etwa 200 Jahren durch die Gänge des Schlosses. Ein trostloses Leben Tag ein, Tag aus. Doch er entdeckt nach einiger Zeit seine Fähigkeit zu spucken und das nutzt er natürlich in vollen Zügen aus. Bereits zu Lebzeiten war MacTiger ein recht scheues Tier - was sich über die Jahrhunderte auch nicht geändert hat. Doch er muss lernen über seinen Schatten zu springen um, von seinem Geisterdasein befreit zu werden. Mit seinen Zitaten aus "the raven" sowie Rückblicken ins Schottland des 18. Jahrhunderts, treibt der kleine Stubentiger die Handlung immer wieder voran und gibt dem Leser Einblicke in den Kern der Handlung.
    Kenneth, kurz Ken, ist ein reicher "Jungunternehmer", der eigentlich nur mit seinen ehemaligen Kommilitonen den Urlaub verbringen will. Doch nicht einmal da hat er Ruhe vor seinem Chef. Über Ken erfährt man recht wenig, anfangs ist er noch recht arrogant und eingebildet gegenüber anderen. Doch mit der Zeit erkennt man, dass er nicht nur der reiche Schönling ist.
    Die Nebencharaktere sind in diesem Buch recht weit gestreut. Von einigen nervigen älteren Damen bis hin zum weisen Eremiten ist fast alles vertreten. Da die Handlung meist aus Sicht von Margita und MacTiger erzählt wird, wird auch nur deren Einstellung gegenüber den Personen deutlich. Einige der Nebencharaktere haben eine recht wichtige und tragende Rolle, andere könnte man getrost aus dem Roman entfernen, ohne dass es auffällt. Dennoch sorgen auch sie für einige Lacher und Kopfschüttler.
    Bewertung:
    Ich war eigentlich nur auf der Suche nach einem Buch, welches in den Highlands spielt und bin somit ohne Erwartungen und dergleichen herangegangen. Da ich Romane dieser Art recht selten lese, war es eine willkommene Lesealternative. Die Handlung ist teils überraschend, teils vorhersehbar. Die Zitate von Edgar Allan Poe sind sehr erfrischend und passend eingefügt, sodass man sich immer wieder freut, wenn man auf eines trifft. Die Handlung unter den Charakteren ist nichts wirklich Neues, aber auch nichts komplett Abgegriffenes. Kurz um: Eine schöne Lektüre, die mir in einer Nacht zum Opfer gefallen ist.
    9/10 bzw. 4,5/5 Sterne
    ★★★★★★★★★☆
    PS: Vielen Dank an den Blanvalet Verlag, für dieses Rezensionsexemplar. Ich habe mich sehr gefreut.
    PPS: Ich habe mich extra etwas kürzer gefasst, um nicht zu spoilern - alles andere wäre bei diesem Buch etwas schwierig geworden :D

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  • MacTiger - Ein Highlander auf Samtpfoten

    Von: Amerdale Datum: 21. Juni 2015

    Ich bin an das Buch ohne große Erwartungen heran gegangen. Im Prinzip hab ich es nur gelesen, weil Katzen eine Rolle spielen und mir die bisherigen Katzenromane der Autorin gefallen haben. Dabei war es von der Beschreibung her nicht mal wirklich meins.
    Aber ja, es ist ein leichtes, aber nettes Buch. Deutlich zu viele Zufälle, die dann schlussendlich zu einem Happy End führen, um glaubhaft zu sein. Und zwei Menschen, bei denen dem Leser vom ersten Moment an klar ist, dass sie als Paar enden werden. Die sich aber erst mal gründlich falsch einschätzen, sich nicht mögen und ihr bestes tun den anderen so oft wie möglich vor den Kopf zu stoßen. Aber da ist das Buch wohl nicht der erste Romance-Roman mit diesen Eigenschaften. Ich fand es teilweise ziemlich nervig, aber genau aus dem Grund vermeide ich ja auch eigentlich Liebesgeschichten.
    Das Besondere an dem Buch ist wirklich der Kater MacTiger beziehungsweise sein Geist, der in dem zum Hotel umgebauten Schloss herumspukt und sich nichts sehnlicher wünscht als nach 200 Jahren von seinem Geisterleben endlich erlöst zu werden. Und nebenbei dem Leser seine Geschichte erzählt, die unerwartet traurig ist. Aber gleichzeitig ist die Geist-Version von MacTiger mit ihren oft bitterbösen Kommentaren und Einschätzungen über die Hotelbesucher wahnsinnig unterhaltsam. Ich will auch so einen Geist haben, der mit mir reden kann und so eine scharfe Zunge hat.
    Für Liebhaber von Schottland und leicht übersinnlichen/esoterisch angehauchten Liebesgeschichten ist es genau das Richtige. Was wirklich neues bietet das Buch nicht, aber es ist eine gute Lektüre zum Entspannen und Abschalten.

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